Aktuelle Seite: Themen | Wieviel kann ich mir leisten | Wieviel kann ich mir leisten?
Jeder Bauherr muss sich genau überlegen, wie das Objekt finanziert werden kann und soll. Es bietet sich hier vielfach eine Kombination von verschiedenen Finanzierungsbausteinen an, die näher betrachtet werden sollen. Die tragbare Belastung aus einem oder mehreren Darlehen ist davon abhängig, wie viel vom monatlichen Nettoeinkommen zur Rückzahlung des Darlehens zur Verfügung steht.
Gesamtkosten der Immobilie €
./. geplanter Eigenkapitaleinsatz €
= erforderliche Finanzierungsmittel €
Bei den vorhandenen Eigenmitteln ist ein Kassensturz unerlässlich. Zuerst einmal sollten alle vorhandenen Eigenmittel genauestens aufgelistet werden, unabhängig davon, ob sie in die Finanzierung einfließen sollen oder nicht (z. B. Kindersparbücher, Rücklagen für Notfälle etc.). Dies ist wichtig, um sich einen genauen Überblick über die finanzielle Situation zu verschaffen und evtl. beruhigend feststellen zu können, dass noch eine Reserve vorhanden ist. Hierbei dürfen aber bestehende Verpflichtungen wie Ratenkredite oder Dispo-Kredite nicht vergessen werden. Diese sind abzuziehen. Jetzt wird die Entscheidung getroffen, wieviel und was davon eingesetzt werden soll.
| Ermittlung des verfügbaren Eigenkapitals | |
| Barmittel (Girokonto-Guthaben) | € |
| + Sparguthaben, Sparbriefe und Termingelder | € |
| + Wertpapiervermögen (Aktien, Investmentfonds etc.) | € |
| + Immobilienvermögen, wenn es veräußert wird | € |
| + sonstiges Eigenkapital (Edelmetall, Gemälde etc.) | € |
| + Bausparguthaben aus zuteilungsreifem Bausparvertrag | € |
| + bezahltes Grundstück, das bebaut werden soll | € |
| + weiteres Immobilienvermögen ./. Belastung | € |
| + Rückkaufswerte aus vorhandenen Lebensversicherungen (falls diese aufgelöst werden)* | € |
| + Geldgeschenke von Verwandten | € |
| + Steuerrückerstattungsansprüche | € |
| + mögliche Eigenleistungen | € |
| = vorhandenes Eigenkapital | € |
| ./. nicht einzusetzende Vermögensreserve | € |
| = für die Finanzierung verfügbares Eigenkapital | € |
* Achtung bei Auflösung von Lebensversicherungen! Verlust der steuerfreien Gewinnanteile, wenn die LV weniger als 12 Jahre gelaufen ist.
Unbedingt darauf achten, dass
Unter realistischer Einplanung der Eigenleistungen ist zu verstehen, dass hier tatsächlich nur der Lohnkostenanteil der Handwerker eingespart werden kann. Darüber hinaus ist häufig festzustellen, dass mit Eigenleistungen gebaute Objekte eine längere Bauzeit haben als durch einen Generalunternehmer erstellte. Diese längere Bauzeit wiederum bedeutet, dass länger Bauzeit- und Bereitstellungszinsen parallel zur Miete bezahlt werden müssen und die vermeintliche Einsparung die Baukosten letztendlich erhöht.
Die zur Erstellung der Gewerke erforderlichen Materialien müssen vom Bauherrn gekauft werden und sind häufig in der Anschaffung teurer als sie in der Kalkulation des Bauträgers zu Buche schlagen, da dieser aufgrund seiner Großkundenrabatte ganz anders einkaufen und kalkulieren kann.
Unbedingt alle am Bau beteiligten Helfer gegen Unfälle am Bau versichern! Hier hilft die zuständige Bauberufsgenossenschaft.
Eine Übersicht über generell erforderliche Versicherungen während der Bauzeit und später als Immobilieneigentümer findet sich im Anhang.
Wurde bisher nur über die Kosten des Immobilienerwerbs gesprochen, ist es an der Zeit, jetzt einmal die Frage zu stellen, was sich der Interessent überhaupt leisten kann, um sich nach dem geeigneten Objekt gezielt umschauen zu können. Dabei soll die folgende Tabelle helfen. Natürlich ist jeder Interessent selbst gefordert, die Zahlen möglichst genau zu erfassen.
Kostenaufstellung zum Ausdrucken (PDF)| Ermittlung der Lebenshaltungskosten und Familienausgaben | |
| Einkommen Nettoeinkommen aller beteiligten Familienmitglieder | € |
| + sonstige Einkommen | € |
| = ausgabefähiges Einkommen insgesamt | € |
| Lebenshaltungskosten und sonstige Ausgaben | |
| Wohnungkosten ohne Kaltmiete (Heizung, Strom etc.) | € |
| + Nahrungs- und Genussmittel (inkl. Kantine) | € |
| + Reinigungs- und Pflegemittel | € |
| + Körper- und Gesundheitspflege, Frisör, Kosmetikerin etc. | € |
| + Sport, Freizeit, Hobbys, Fitnessstudio | € |
| + Bekleidung, Schuhe | € |
| + Schule: Bücher, Fahrgeld, Klassenfahrten | € |
| + Autokosten: Benzin, Reparatur, Inspektion, Rücklage, Versicherung, Steuer | € |
| + TV- und Rundfunkgebühren | € |
| + Telefon, Fax, Internet | € |
| + Zeitungen, Zeitschriften, Bücher | € |
| + Versicherungsbeiträge | € |
| + Kleinkredite, Kontogebühren | € |
| + Sparverträge | € |
| + Rücklagen: Urlaub, Möbel, Haushaltsgeräte, Reparaturen | € |
| + Taschengeld | € |
| + sonstiges | € |
| = Lebenshaltungskosten insgesamt | € |
| Ausgabefähiges Einkommen | € |
| ./. Lebenshaltungskosten | € |
| = mögliche Belastung x 12 Monate | € |
| = mögliche Jahresbelastung x Faktor (100 : Annuität)* | € |
| = abzahlbarer Kreditrahmen | € |
| Beispiel | |
| Nettoeinkommen | 3 100,-€ |
| ./. Lebenshaltungskosten | 1 650,-€ |
| = monatlich mögliche Belastung | 1 450,-€ |
| x 12 Monate = mögliche Jahresbelastung |
17 400,-€ |
| x Faktor 13,3 (100 : 7,5 = 5,5 % Zins + 2 % Tilgung) = abzahlbarer Kreditrahmen ca. |
232 000,-€ |
| + einsetzbares Eigenkapital | € |
| = so viel darf das Objekt inkl. aller Nebenkosten kosten | € |
* Annuität: Zins- und Tilgungsanteil
Callcenter Kundenbetreuung
Telefon: 089-41 61 59 230
Telefax: 089-41 61 59 235
Wir gratulieren unseren Mädels.
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