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Kauf im Rahmen einer Zwangsversteigerung

Die Zahl der Zwangsversteigerungen ist in den letzten Jahren angewachsen. Dies ist besonders für die Schuldner, die hinter den statistischen Zahlen stehen, ein trauriges Kapitel. Für viele Kaufwillige ist es jedoch eine gute Gelegenheit, zu einem geeigneten, häufig zu einem unter dem Marktwert liegenden Objekt zu kommen.

Allerdings sollte man auch an diese Angelegenheit mit einem klaren Kopf herangehen. Gerade hier werden häufig Fehler gemacht, die anschließend teuer zu bezahlen sind.

Jeder Interessent, der eine Immobilie auf einem solchen Weg erwerben möchte, sollte zunächst einmal einige Zwangsversteigerungen informationshalber besuchen, um sich mit den Begriffen und dem Ablauf von

vertraut zu machen.

Besonders wichtig ist, dass der Interessent eine Bietstrategie für sich festlegt. Das heißt, sich vorher zu überlegen, bis zu welchem Limit man bei der Versteigerung mitbieten will. Außerdem sollte das Verhalten der Mitbietenden beobachtet werden. Von Interesse ist z. B.: Wird zunächst abgewartet, wer das erste Gebot abgibt, um nicht selbst zu hoch einzusteigen? Wird der Saal verlassen, um Gespräche mit den Vertretern der Gläubiger-Banken zu führen? Bietet die versteigernde Bank mit?

Die Termine für Zwangsversteigerungen erfährt der Interessent durch die Zeitung, den Zwangsversteigerungskalender und natürlich durch Aushang beim Amtsgericht.

Da der Interessent das Objekt zwar von außen besichtigen kann, aber kein Recht auf Betreten des Grundstücks und Objektes hat, stellt sich erst nach dem Zuschlag heraus, ob es sich tatsächlich um ein Schnäppchen handelt.

Am besten vorher beim Eigentümer die Kooperation prüfen, sonst kann es auch hinterher Probleme geben (Räumungsklage etc.).

Ruhe bewahren!

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